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Machtloser Westen

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Von Christoph B. Schiltz

Dabei sind die Wahlen in der Ostukraine keine Kleinigkeit, sondern ein Meilenstein. Nun ist klar, was sich spätestens seit der Erklärung von Minsk im September angedeutet hatte: die "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk sind faktisch für die Ukraine verloren und werden – in welcher Form auch immer – künftig unter russischem Einfluss stehen. Der Konflikt im Osten der Ukraine köchelt weiter und wird auf den Sankt-Nimmerleins-Tag eingefroren – und die EU hat sich, trotz aller Empörung, im Wesentlichen damit abgefunden. Die Ukraine wird in den kommenden Jahren ein gequältes Land bleiben. Neben der faktischen Spaltung wird Kiew auch weitere andauernde Verletzungen des Selbstbestimmungsrechts hinnehmen müssen. So wird Russlands Präsident Wladimir Putin niemals zulassen, dass Moskau die Kontrolle über die Außen- und Sicherheitspolitik der Ukraine verliert. Auch diese Kröte dürften Washington und Brüssel am Ende schlucken. Der große Wunsch vieler Ukrainer, eines Tages zur Europäischen Union und zur Nato zu gehören, wird darum wohl ein unerfüllter Traum bleiben – trotz aller Zusicherungen und Vertröstungen des Westens.

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