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Dziobak Volodymyr Dziobak Volodymyr РОЗДУМИ ПРО НАДВАЖЛИВЕ або ЧОМУ НАШІ ОЛІГАРХИ СТАЛИ МОГИЛЬЩИКАМИ НИНІШНЬОЇ УКРАЇНИ

Головним інструментом нинішніх олігархів є безправний люмпен, який живе на подачках від держави, на грані фізичного виживання. Ось чому значна частина пенсіонерів є найкращим їх електоратом, який і допомагає часто приводити до влади їх ставлеників. Для малого і середнього бізнесу сьогодні закриті економічні ліфти у цілих галузях економіки, бо з кожним роком сфери зацікавленості олігархії збільшуються, перекриваючи кисень усім іншим.

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Parkinson: Ursachen, Verlauf, Behandlung

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Medikamente, Gymnastik, Sprachübungen, Ergotherapie: Parkinson-Patienten profitieren von einem Therapie-Mix. Vollständig heilbar ist die Krankheit allerdings nicht

Krankengymnastik hält bei Parkinson mobil

Ein rätselhaftes und tückisches Leiden: Wenn die ersten Symptome derParkinson-Krankheit vom Arzt diagnostiziert werden, sind in aller Regel bereits mehr als 50 Prozent bestimmter Nervenzellen im Gehirn zugrunde gegangen. Und der schleichende Zerstörungsprozess ist nicht aufzuhalten. Die tieferen Ursachen der Parkinson-Krankheit sind noch weitgehend ungeklärt, heilbar ist sie bisher nicht. Eine gezielte Therapie hilft aber, die Symptome zu mildern, das Fortschreiten der Krankheit hinauszuzögern und dem Patienten lange Zeit ein weitgehend unbehindertes Leben zu ermöglichen. Auf der ganzen Welt suchen Forscher nach den Ursachen, nach Methoden der Früherkennung und der Heilung dieser weit verbreiteten Hirnerkrankung.

Parkinson: Ein häufiges Leiden

Ob Papst Johannes Paul II. oder Palästinenserführer Yassir Arafat, Startenor Peter Hofmann, Boxlegende Muhammed Ali oder Staatsmann Mao Tse-tung – der Morbus Parkinson verschont auch die Prominenz nicht. Das Leiden zählt, nach der Demenz-Erkrankung Alzheimer, zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen: Statistisch ist eine von 100 Personen ab 60 Jahren betroffen, ab 80 Jahren sind es drei Prozent. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge 250.000 Parkinson-Patienten. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen liegt bei etwa 15.000. Da Parkinson vor allem bei älteren Menschen auftritt, rechnen die Experten für die Zukunft mit einer deutlichen steigenden Anzahl der Krankheitsfälle, als Folge der sich wandelnden Altersstruktur.

Wie viele Menschen tatsächlich erkrankt sind, lässt sich allerdings kaum zuverlässig ermitteln, da zwischen dem allmählichen Beginn der Erkrankung und dem fachmedizinischen Urteil „Parkinson“ meist mehrere Jahre liegen. Die Erstdiagnose betrifft vor allem Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren, doch auch jüngere sind davor nicht sicher. Ein berühmtes Beispiel ist der US-Schauspieler Michael J. Fox, bei dem die Krankheit bereits 1991 im Alter von 30 Jahren diagnostiziert wurde. Diese Form wird als früh einsetzender oder „early-onset”-Parkinson bezeichnet. Der Anteil an allen Erkrankten liegt bei fünf bis zehn Prozent.

Schüttellähmung: Was der Name bedeutet

Ihren Namen erhielt die Krankheit nach dem englischen Arzt James Parkinson, der im Jahr 1817 erstmals in einem Fachartikel die „Shaking Palsy“ (Schüttellähmung) beschrieb. Ein Leiden, das am Beginn des 19. Jahrhunderts aufgrund der vergleichsweise geringen Lebenserwartung eher selten vorkam. Heute weiß man: Ob Mann oder Frau, reich oder arm, Ost oder West – die Parkinson-Krankheit macht keine Unterschiede, ihr Zerstörungswerk ist global.

Was passiert bei Parkinson?

Parkinson entsteht, wenn in einem Areal des Mittelhirns, der „Substantia nigra“, Dopamin produzierende Nervenzellen massenhaft absterben. Dopamin – ein Botenstoff, der es in sich hat: Er ist bei der Informationsübermittlung zwischen Nervenzellen beteiligt, beeinflusst zusammen mit anderen Transmittern den Spannungszustand der Muskulatur und unterstützt die Steuerung von Bewegungsabläufen. Ein Mangel an Dopamin führt dazu, dass die Körperbewegungen langsamer (Bradykinese) und die Muskeln steif werden (Rigor). Die Extremitäten fangen an, stark und unkontrolliert zu zittern (Ruhetremor), es ist das für den Laien augenfälligste Parkinson-Merkmal.

Warum die Dopamin produzierenden Hirnzellen absterben, ist bisher nicht geklärt. In etwa zehn Prozent der Fälle liegen offenbar genetische Veränderungen zugrunde. Was passiert bei den restlichen 95 Prozent? Einen Erklärungsansatz lieferten Forscher der University of Texas in San Antonio im Journal of Neuroscience. Demnach spielt ein Protein namens Tyrosinkinase c-Abl eine unheilvolle Rolle. Durch oxidativen Stress wird dieses in der Zellmembran vorkommende Protein aktiviert. Es hemmt nun die Wirkung anderer, zellschützender Proteine wie Parkin. Das führt zu Ablagerungen in der „Substantia nigra“ und könnte die Ursache für das Zellsterben sein, meinen die Wissenschaftler. Als sie im Laborversuch die Aktivität der Tyrosinkinase blockierten, blieben die Neuronen unbeschadet.

Eigentlich sei die Degeneration von Nervenzellen, die den für die Hirnfunktion so wichtigen Botenstoff Dopamin herstellen, ein ganz normaler Vorgang, betont der Freiburger Neurochirurg Professor Dr. Guido Nikkhah. Der Verlust passiere bei allen Menschen. Gesunde müssten allerdings 150 Jahre alt werden, um es zu bemerken. Bei Parkinson-Patienten geht der Verlust viel schneller vonstatten.

Schleichende Entwicklung der Parkinson-Krankheit

Die Erkenntnisse zur Prävention von Parkinson sind bislang lückenhaft. Einige Studien liefern Hinweise, dass gesunde Ernährung und vielBewegung das Erkrankungsrisiko senken können.

Sicher ist: Fast immer wird die Parkinson-Krankheit erst dann entdeckt, wenn bereits die Mehrzahl der relevanten Hirnnervenzellen verloren ist. Bis dahin kann das Gehirn die Defizite offenbar überspielen. Menschen mit hochspezialisierter Motorik wie zum Beispiel Musiker nehmen die ersten Symptome des schleichenden Verlusts der Beweglichkeit allerdings oft schon deutlich früher wahr als andere Betroffene. Die Verlangsamung der Bewegung, beispielsweise beim Anziehen und Zähneputzen, ist ein wichtiger und früher Hinweis auf die Erkrankung. Zu den Anzeichen gehören unter anderem Riech- und Schlafstörungen, Gleichgewichtsprobleme und starre Gesichtszüge.

Oft sind es die Angehörigen, die als erstes die kleinen Veränderungen bemerken: wenn das Schriftbild immer kleiner, der Gang kleinschrittig und schlurfend, die Stimme leise und undeutlich wird. Die Parkinson-Symptome verstärken sich meist langsam, über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren. Neben den körperlichen Einschränkungen bedeutet dies für die Patienten auch eine enorme seelische Belastung.

Medikamente gegen Parkinson

Seit vielen Jahren stehen hochwirksame Wirkstoffe gegen Parkinson zur Verfügung – wie L-Dopa, eine Vorstufe des Dopamin oder Dopamin-Agonisten. Sie können den Verlust der Nervenzellen über lange Zeit ausgleichen und die Lebensqualität der Patienten deutlich erhöhen. Begleitet wird die medikamentöse Therapie in aller Regel durch Physio- und Ergotherapie und bei Bedarf durch eine logopädische Behandlung. Viele Kliniken bieten Betroffenen in speziellen Parkinson-Sprechstunden eine Beratung an. Auch begleitende Psychotherapie ist hilfreich, um mit den Ängsten und Belastungen durch die Krankheit besser klarzukommen. Selbsthilfegruppen sind ebenfalls eine wertvolle Unterstützung.

Noch gibt es keine Arznei, die das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung stoppen könnte. Das ist die große Crux dieser Krankheit. Anfänglich können die Medikamente einen beinahe symptomfreien Zustand herstellen, doch mit der Zeit kann ihre segensreiche Wirkung schwanken, Nebenwirkungen können in den Vordergrund treten.

Schwerstkranken Parkinson-Patienten kann die „tiefe Hirnstimulation“ mit einem „Hirnschrittmacher“ helfen. Dabei wird eine Elektrode im Gehirn implantiert, die über elektrische Impulse bestimmte Hirnregionen anregt. Auf diese Weise lässt sich das unwillkürliche Zittern wirkungsvoll unterdrücken. Zum Beispiel wird am Universitätsklinikum Freiburg geprüft, ob und inwieweit der Schrittmacher bereits in der Frühphase der Parkinson-Krankheit den Verlauf günstig beeinflussen kann.

Zukunftsmusik: Parkinson mit Stammzellen heilen

Die einst großen Hoffnungen in die Stammzelltherapie bei der Parkinson-Krankheit haben sich bisher nicht erfüllt. Obwohl der Behandlungsansatz vielversprechend ist: Stammzellen, an richtiger Stelle im Gehirn des Patienten platziert, übernehmen die Aufgabe der Dopamin produzierenden Nervenzellen. Noch aber steckt die Stammzelltherapie in der klinischen Forschung. Experten wie Professor Dr. Guido Nikkhah aus Freiburg, einer der Pioniere dieses Therapieansatzes, warnen vor zu großen Erwartungen an diese junge und noch unberechenbare Technologie.

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