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Dziobak Volodymyr Dziobak Volodymyr РОЗДУМИ ПРО НАДВАЖЛИВЕ або ЧОМУ НАШІ ОЛІГАРХИ СТАЛИ МОГИЛЬЩИКАМИ НИНІШНЬОЇ УКРАЇНИ

Головним інструментом нинішніх олігархів є безправний люмпен, який живе на подачках від держави, на грані фізичного виживання. Ось чому значна частина пенсіонерів є найкращим їх електоратом, який і допомагає часто приводити до влади їх ставлеників. Для малого і середнього бізнесу сьогодні закриті економічні ліфти у цілих галузях економіки, бо з кожним роком сфери зацікавленості олігархії збільшуються, перекриваючи кисень усім іншим.

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Warum Berührungen in der Pflege wichtig sind

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Die Bedeutung von Berührungen und Körperkontakt im Pflegealltag wird häufig unterschätzt. Dabei können Angehörige schon mit kleinen Gesten viel bewirken

Gleich nach der Geburt geben die Ärzte das Baby in die Arme der Mutter. Um jemanden zu trösten, umarmen wir ihn. Und den Moment, in dem man seine erste Liebe geküsst hat, vergisst niemand. Das sind nur wenige Beispiele dafür, wie wichtig Berührungen im menschlichen Leben sind. Körperkontakt stellt wortwörtlich eine Verbindung zwischen zwei Menschen her und kann Gefühle transportieren. Eine Hand auf der Schulter bedeutet in bestimmten Situationen „Du kannst mir vertrauen“ oder „Ich stehe zu dir“.

Warum Berührungen gut tun

Die Auswirkungen einer Berührung auf den Körper können unterschiedlich sein: Sie führen zu einer Freisetzung von Botenstoffen im Körper und können – zum Beispiel in Form von Massagen – die Durchblutung fördern. Außerdem sollen sie die Wahrnehmung des eigenen Körpers unterstützen.

Thomas Buchholz, Krankenpfleger und Diplom-Pädagoge aus Malsch, kennt einen weiteren Vorteil, den Berührungen in der Pflege haben: „Die Berührten fühlen sich direkt angesprochen und verhalten sich beispielsweise weniger aggressiv.“

Emotionale Berührungen kommen in der Pflege oft zu kurz

Buchholz unterscheidet zwischen zwei grundsätzlichen Arten von Berührungen: emotionale und funktionale. Letztere sind rein zweckgebunden und beschränken sich auf das Nötige: Der Pfleger dreht den Pflegebedürftigen auf die Seite, damit dieser nicht wundliegt. Solche Berührungen vermitteln je nach Art der Ausführung nichts, was über die bloße Handlung hinausgeht. Diese Form von Berührungen ist im Pflegealltag häufig.

Häufig zu kurz kommt hingegen der emotionale Aspekt, bei dem der Angehörige oder die professionelle Pflegekraft dem Pflegebedürftigen zeigt, dass er oder sie ihm Aufmerksamkeit schenkt, ihn als Menschen wahrnimmt. Doch gerade diese emotionalen Berührungen sind wichtig für das psychische Wohlbefinden des Pflegebedürftigen.

Eine Hand auf die Schulter legen kann viel bewirken

Zeitmangel ist einer der Gründe dafür, warum das Emotionale bei Berührungen im Pflegealltag oft zu kurz kommt. „Das Zeitproblem ist in der Pflege tatsächlich vorhanden“, bestätigt Pflegeexperte Buchholz. Zumal ältere Menschen teilweise länger benötigen, bis sie eine Berührung richtig wahrnehmen und dann deuten können. Deshalb sollte der Kontakt in der Pflege nicht kurz und flüchtig sein, sondern so langsam und deutlich, dass der Betroffene ihn gut wahrnimmt.

Dabei können Pfleger schon mit kleinen Gesten viel bewirken. Etwa zur Begrüßung die Hand geben, den Pflegebedürftigen unterstützend die Hand auf die Schulter legen oder in den Arm nehmen – je nachdem, welche Beziehung zwischen beiden Menschen besteht. Außerdem ist es wichtig, dass der Pfleger sich ganz auf die aktuelle Situation und den pflegebedürftigen Menschen einlässt. Dieser hat nämlich durchaus ein gutes Gespür dafür, ob sein Gegenüber sich gedanklich bereits im nächsten Zimmer befindet.

Auch zweckgebundene Handlungen lassen sich aufwerten

Auch funktionale Handlungen lassen sich leicht so aufwerten, dass sie mehr als die unbedingt nötigen Informationen vermitteln. „Pflege ist ein Gespräch auf körperlicher Ebene“, sagt Buchholz. „Und wie ein gutes Gespräch braucht sie eine klare Struktur mit einer Einleitung, der eigentlichen Handlung und einer Verabschiedung.“ Der Pflegebedürftige kann die Handlungen des Angehörigen oder der Pflegekraft so besser einschätzen. Beispielsweise kann der Pflegende bei der Körperpflege seinem Gegenüber erklären welches Körperteil er als nächstes waschen wird und dieses dabei berühren, um seine Worte zu verdeutlichen.

Beim Waschen sollte der Pfleger darauf achten, weder zu leicht noch zu fest aufzudrücken und nicht gegen den Widerstand seines Schützlings zu berühren. So gestaltet er die Körperpflege angenehmer und verwöhnt ihn ein Stück weit. Aus einer zweckgebundenen Handlung wird damit eine Form der Zuwendung.

Basale Stimulation: Die Sinne wecken

Berührungen sind auch ein fester Bestandteil der Basalen Stimulation. Dieses Förder- und Pflegekonzept verfolgt das Ziel, den Kranken über seine Sinne anzusprechen und damit dessen Wahrnehmung und Bezug zur Umwelt zu stärken. Alles was mit dem Körper geschieht, verankert sich in unserem Denken, Empfinden und Erleben. Basale Stimulation fördert den beeinträchtigten Menschen zum Beispiel, indem sie ihn seinen ganzen Körper spüren lässt, ihm seine Lage im Raum und Schwingungsempfindungen vermittelt. Der Tastsinn ist dabei eine der wichtigsten Sinneswahrnehmungen neben Riechen, Hören, Schmecken und Sehen.

Ein einfacher Gegenstand wie ein Apfel kann beim Patienten Emotionen wecken, wenn er seine Form befühlt, ihn sieht, riecht und schmeckt. Oft kommen dabei Erinnerungen an früher hoch – schöne, aber manchmal auch unerfreuliche, weiß Thomas Buchholz, der selbst Kurse für Basale Stimulation gibt. Eine unangemessene Berührung im Intimbereich kann etwa bei Pflegebedürftigen, die einmal sexuelle Gewalt erlebt haben, negative Gefühle wecken.

Berührungen individuell mit Pflegebedürftigen abstimmen

Deshalb ist bei Berührungen immer Fingerspitzengefühl gefragt. Manche Pflegebedürftige möchten nicht häufig angefasst werden, da ihnen Distanz wichtig ist. Auf solche Wünsche und Bedürfnisse muss der Pflegende Rücksicht nehmen. Bei einer Umarmung durch eine fremde Pflegekraft schwingt etwas anderes mit, als wenn der Pfleger der eigene Ehepartner ist. Für eine Partnerschaft bietet eine gefühlvolle und aufmerksame Pflege sogar Chancen, weiß Buchholz: „Eine gute Berührungsqualität in der Pflege kann für langjährige Paare ein Weg sein, sich und den Partner neu kennen zu lernen.“

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