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Dziobak Volodymyr Dziobak Volodymyr РОЗДУМИ ПРО НАДВАЖЛИВЕ або ЧОМУ НАШІ ОЛІГАРХИ СТАЛИ МОГИЛЬЩИКАМИ НИНІШНЬОЇ УКРАЇНИ

Головним інструментом нинішніх олігархів є безправний люмпен, який живе на подачках від держави, на грані фізичного виживання. Ось чому значна частина пенсіонерів є найкращим їх електоратом, який і допомагає часто приводити до влади їх ставлеників. Для малого і середнього бізнесу сьогодні закриті економічні ліфти у цілих галузях економіки, бо з кожним роком сфери зацікавленості олігархії збільшуються, перекриваючи кисень усім іншим.

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Wie gesund ist Kakao?

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Weniger Schlaganfälle, verbesserte Blutdruckwerte: Zahlreiche Studien bescheinigen Kakao, die Gesundheit zu fördern. Doch so eindeutig ist die Sachlage nicht

Bei den Ureinwohnern Lateinamerikas galt Kakao einst als besonders wertvoll. In der Maya-Kultur dienten Kakaobohnen als Zahlungsmittel. Und die Azteken hielten die braunen Samen für das Geschenk einer gefiederten Schlangengottheit mit dem Namen Quetzalcoatl.

Heute ist Kakao ein Massenprodukt. Vor allem als Bestandteil von Schokolade wird er auf der ganzen Welt geschätzt. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie aß der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2012 fast zehn Kilogramm Schokolade, dazu noch rund zwei Kilogramm kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen.

Verbesserte Blutdruckwerte dank Kakao?

Immer noch gehen Forscher weltweit derzeit der Frage nach, wie wertvoll die Kakaobohne tatsächlich ist. Einer dieser Wissenschaftler ist Dr. Brian Buijsse vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. Der Ernährungsmediziner stellte 2006 in einer Studie fest, dass Männer einen niedrigeren Blutdruck und ein geringeres Risiko hatten, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben, wenn sie regelmäßig Kakao zu sich nahmen.

Eine weitere große Studie mit rund 20.000 Teilnehmern im Jahr 2010 lieferte ähnliche Ergebnisse. Dieses Mal maß Buijsse aber nicht den Verzehr von Kakao, sondern von Schokolade. Eifrige Schoko-Nascher hatten nicht nur bessere Blutdruckwerte, sondern erlitten auch seltener einen Schlaganfall.

Inhaltsstoffe: Flavanöle weiten die Gefäße

Woher kommen diese erstaunlichen Wirkungen? „Der genaue Mechanismus dahinter ist noch unklar“, sagt Buijsse. Eine Vermutung gibt es aber. In Kakao sind eine Vielzahl von natürlichen Verbindungen enthalten, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Darunter auch die Flavanole. Eine ihrer Wirkungen in unserem Körper ist wohl, dass sich glatte Muskeln – zum Beispiel in den Blutgefäßen – entspannen. Dadurch sinkt der Blutdruck. Andere Untersuchungen der letzten Jahre fanden in ihren Ergebnissen Hinweise darauf, dass die Inhaltsstoffe im Kakao die geistigen Fähigkeiten verbessern und beim Stressabbau helfen könnten.

Handelt es sich bei einer Tafel Zartbitterschokolade also gar nicht um ein süßes Laster, sondern um einen Beitrag zum körperlichen Wohlergehen? So einfach ist es leider nicht. Auch Schokoladenforscher Buijsse kann keine klare Empfehlung für kakaohaltige Lebensmittel aussprechen: „Schokolade etwa enthält viel Fett und Zucker“, sagt er. Das macht sie zu einem kalorienreichen Vergnügen: Eine Tafel (100 Gramm) schlägt locker mit etwa 500 Kilokalorien zu Buche. Auch eine Tasse Kakaogetränk liefert, mit Milch zubereitet, ordentlich Brennwert.

Schlank durch Schokolade?

Schokolade ist alles andere als ein Schlankmacher, auch wenn eine Studie aus den USA diesen Anschein erweckt. Kalifornische Wissenschaftler hatten etwa tausend Teilnehmer nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Dabei fanden sie einen unerwarteten Zusammenhang: Wer häufig Schokolade aß, war im Durchschnitt schlanker als jemand, der sich diesem Genuss völlig versagte. Eignet sich Schokolade etwa zum Abnehmen?

Doch die Studie hat ihre Tücken. So ist es bei solchen Querschnittsuntersuchungen oft schwer, von statistischen Zusammenhängen konkrete Ursache-Wirkungs-Prinzipien abzuleiten. Vermutlich ist also nicht die Schokolade für das niedrigere Gewicht verantwortlich. Ernährungsforscher Buijsse hat eine andere Erklärung: „Wer zunimmt, versucht abzunehmen und verzichtet auf Schokolade“, sagt er. Die Betroffenen waren also wahrscheinlich gar nicht schlank, weil sie Schokolade aßen. Sondern es war vielleicht eher umgekehrt: weil sie schlank waren, aßen sie Schokolade.

Kakao: Mit Maß genießen

Buijsse selbst veröffentlichte im August 2013 eine Studie, die nahe legt, dass zu viel Schokolade auf Dauer nicht schlank, sondern dick macht*. Darin wurde bei den Teilnehmern im Abstand von sechs Jahren jeweils das Gewicht bestimmt. Diejenigen, die mehr Schokolade aßen, nahmen in diesem Zeitraum stärker zu.

Zu viel Schokolade macht auf Dauer also nicht schlank, sondern dick. Übergewicht kann wiederum Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Und damit die möglichen positiven Effekte der Flavanole zunichte machen. Deshalb ist es ratsam, beim Kakaokonsum eher Maß zu halten. Bei Schokolade gilt: Dunkle Sorten haben in der Regel einen höheren Kakaoanteil als Milchschokolade und damit mehr Flavanole.

Schokolade kann Cadmium enthalten

Ein hoher Kakaoanteil hat aber nicht nur Vorzüge: „Bitterschokolade kann hohe Anteile des Schwermetalls Cadmium enthalten“, sagt Hedi Grunewald, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Das Element findet sich vor allem in Böden und kann von dort über die Wurzeln in Pflanzen gelangen. Damit kann es auch seinen Weg in die Kakaobohne finden. Deshalb hat Schokolade mit hohem Kakaogehalt auch eher einen höheren Cadmium-Anteil, wobei die Anteile auch je nach Herkunftsregion des Kakaos variieren. Gelangt das Schwermetall mit der Nahrung in den Körper, kann es dort zum Beispiel die Nieren oder die Knochen schädigen.

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart kommt in einer Untersuchung von 2011 zu dem Schluss, dass Erwachsene bei regelmäßigem hohen Verzehr von Bitterschokolade durchaus den von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit empfohlenen Grenzwert für die wöchentliche Aufnahme von Cadmium überschreiten können. Auch wenn damit nicht zwangsläufig negative Folgen für die Gesundheit verbunden sein müssen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fordert seit längerem Obergrenzen für den Cadmiumgehalt in Schokoladen. Allerdings kann das Schwermetall nicht nur in Kakao, sondern auch in anderen Nahrungsmitteln, wie Obst und Gemüse, enthalten sein.

 

Bei Kakao und Schokolade ist es also aus mehreren Gründen ratsam, sie nur in Maßen zu genießen. Handhaben Sie es deshalb am besten wie die Azteken und Mayas: Betrachten Sie Kakao als etwas Wertvolles. Und lassen Sie ein Stück Schokolade genüsslich auf ihrer Zunge zergehen, anstatt gedankenverloren eine ganze Tafel in sich hineinzustopfen.

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